Herford ist mehr als MARTa
Dieser Satz steht als Aussage Daniel Brumbergs auf einem Teil der Wahlplakate der „Bürger für Herford“.
Das ist keine Abwertung des Museums MARTa, sondern viel mehr eine Aufwertung der Stadt Herford!
Das Problem eines sogenannten „Leuchtturmes“, wie dem MARTa, ist jedoch, dass er andere Charakteristika einer Stadt leicht in den Schatten stellt.
Herford hat sehr viel zu bieten, eine unvergleichliche Stiftsgeschichte, die Vision, den historischen Stadtkern, Herford ist Schaustellerstadt, Hansestadt, Stadt der starken Frauen, Herford hat ein großes Kulturangebot mit einem tollen Theater, dem Daniel-Pöppelmann-Haus, die gut besuchten Ausstellungen des Kunstvereins, die NWD und vielem mehr!
Für die Zukunft muss deshalb in offener Diskussion ein Konzept erarbeitet werden, welches allen unseren Bürgern und der Stadt und ihrer Geschichte gerecht wird. Tabuthemen oder heilige Kühe darf es dabei nicht geben, weshalb auch über die finanzielle Zukunft des MARTa geredet werden muss.
Es geht hierbei nicht um Wunschdenken oder Befindlichkeiten, sondern schlichtweg um die Notwendigkeit von Einsparmaßnahmen, denn über drei Millionen Euro jährlich für ein Museum, das im Schnitt nur 60.000 Besucher aufweist, werden wir uns auf Dauer nicht leisten können.
Es gilt mehr und auch andere Besucherströme ins MARTa zu locken, indem es sich anderen Kunstrichtungen und vor allem auch heimischen Künstlern wie beispielsweise Wolfgang Heinrich oder Theo Schäfer öffnet. Ein jährliches „Festival der bildenden Künste” wäre eine solche Gelegenheit.
Es gilt Synergien zu nutzen, indem die Zusammenarbeit mit dem Kunstverein und anderen Organisationen/Institutionen vorangetrieben wird.
Es gilt neue Sponsoren ins Boot zu holen, eben über eine mögliche Neuausrichtung, die sich nicht mehr nur ausschließlich auf moderne Kunst beschränkt.
Nur wenn wir gemeinsam mit der Bürgerschaft in alle Richtungen denken, werden wir trotz der desolaten Haushaltslage auch zukünftig unser gutes Kulturangebot aufrecht erhalten können, und das sollte dem Rat, der Verwaltung, dem MARTa Freundeskreis und uns allen Ansporn genug sein, neue Wege zu beschreiten.