Der neue Landrat zu Besuch

Landrat Jürgen Müller bei BfHBevor der neue Landrat  sein Amt offiziell antrat, besuchte er die Wählergemeinschaft „Bürger für Herford“, die Jürgen Müller zu ihrer turnusmäßigen Bürgersprechstunde eingeladen hatte. „Wir wollen erfahren“, so der Vorsitzende Daniel Brumberg, „wie Sie Ihr Wahlprogramm umsetzen wollen“. Müller erläuterte an Beispielen seine Vorstellungen. Insbesondere die Wirtschaftsförderung sieht er als wichtige Aufgabe. Nach seiner Ansicht hat sich der Kreis Herford gut entwickelt und sei gut durch die Finanzkrise gekommen. Dennoch sei eine dynamische Weiterentwicklung unerlässlich. Mit zusätzlichen Ausbildungsplätzen, die geschaffen werden, soll den  Jugendlichen geholfen werden, die noch eine Lehrstelle benötigen. Die Verlinkung von Hochschulen und Unternehmen ist ein weiteres Ziel. Derartige Maßnahmen unterstützen auch die Beseitigung des Mangels in der Hausärztlichen Versorgung. Hier gilt es nach Meinung Müllers, das wirtschaftliche Risiko von Praxisgründungen durch Kooperationen mit den Kliniken und Unterstützung durch den Kreis Herford zu minimieren.

Die Zuwanderungsdebatte nahm auch in dieser gutbesuchten Bürgersprechstunde einen breiten Raum ein und in der lebhaften Diskussion konnte der Gast miterleben, welche Sorgen und Ängste in den Wortbeiträgen geäußert wurden. Müller stellte fest, dass er gut zugehört habe und dass er die Sorgen teile, warnte jedoch deutlich davor, eine Angstdebatte zu führen. Fraktionsvorsitzender Brumberg ergänzte:” Es geht vor allem darum im sachlichen Dialog mit allen Beteiligten zu bleiben, um entsprechend lösungsorientiert agieren zu können. Diese Plattform werden die “Bürger für Herford” auch weiterhin bieten”.

Die Arbeit der Hilfsorgane und der vielen Menschen, die ehrenamtlich mithelfen, diese Aufgabe zu bewältigen sei auch im Kreis Herford beeindruckend und unterstütze die Bemühungen der Verwaltungen im Kreis und in den Kommunen, stellte Müller fest.

Es machte auch deutlich, dass die Politik und die Verwaltungen vor Ort zur Zeit oft nur reagieren könnten und es wichtig ist, dass die Neuausrichtung der Rahmenbedingungen, die in Berlin zur Zeit verabschiedet wird, künftig eine bessere Planung ermöglichen werden.

Es gelte nicht nur, die jetzige Situation zu meistern, sondern auch Vorstellungen zu entwickeln, wie wir die Menschen, die bei uns bleiben werden, zielgerichtet und akzeptabel für alle Bürgerinnen und Bürger integrieren, erklärte Müller.

Auf die geringe Wahlbeteiligung bei den Landratswahlen angesprochen, antwortet er mit der in Feststellung der in der  Bevölkerung häufig anzutreffenden Unkenntnis über die Tätigkeiten einer Kreisverwaltung und den Aufgaben eines Landrates. „Wir werden im Kreishaus einiges unternehmen, den Kreis und seine Verwaltung bekannter zu machen“, versprach Müller und Brumberg stellte fest, dass der Landrat auch künftig herzlich willkommen sei, wenn es um diese wichtige Informationsweitergabe ginge.

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