Fragen zum Berger Tor Wehr
Die unabhängige Wählergemeinschaft „Bürger für Herford“ wird in der nächsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses beantragen, dass die Verwaltung die offenen Fragen beantwortet, die bei den beabsichtigen Maßnahmen am Begertor-Wehr noch bestehen. Auch der Vorsitzende des Ausschusses hatte erklärt, in der nächsten Sitzung noch keinen Beschluss zu fassen, weil Beratungsbedarf in den Fraktionen vorhanden sei. Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt, folgende Fragen stellen:
- Sind alle Gebäude, bei denen eine Schädigung durch die Absenkung des Wasserspiegels nicht zu 100 % ausgeschlossen werden kann, untersucht und dokumentiert und die Ergebnisse den Eigentümern übermittelt worden?
- Wie hoch sind/wären die Kosten eines solchen umfassenden Gutachtens, welches den Hausbesitzern Rechtssicherheit geben würde?
- Natur- und Landschaftsschützer befürchten Schäden im Uferbereich, wenn die Bäume – sowohl Tief- als auch Flachwurzler – von der Wasserversorgung abgeschnitten werden; kann das verneint werden?
- Welchen Kostenansatz hat die Verwaltung kalkuliert, die Uferböschungen in Falle einer Senkung des Wasserspiegels neu zu gestalten bzw. derartige Umweltschäden zu beseitigen?
- Sind die vorgenannten Kostenansätze in den bisherigen Preisvergleichen der Verwaltung enthalten, denen zufolge eine Lösung, bei der der Wasserstand abgesenkt wird, kostengünstiger sei bzw. wie lauten die Zahlen eines realistischen Kostenvergleichs?
- Wie verlässlich bzw. verbindlich sind die Angaben der in Aussicht gestellten Förderbeträge der unterschiedlichen Varianten?
„Auch wir wollen, diese für viele Bürger und Betroffene wichtige Aufgabe im Konsens zu lösen, solange der Wasserstand unverändert bleibt,“ erklärt der BfH Fraktionsvorsitzende Lothar Wienböker. „Ferner hätten wir gerne eine verlässliche Aussage darüber, wie sich das Erlebnis am Wasser steigert, falls sich bei geringerem Wasserstand im Sommer ein Rinnsal mit Tümpel bildet.“